Wie weit würdest du gehen, um endlich geliebt zu werden? Mit vierzehn hat Kay gelernt, dass Hoffnung gefährlich sein kann. Zu Hause warten ein Vater, der im Alkohol versinkt, leere Schränke und Nächte, in denen niemand fragt, ob es ihm gut geht. Das Einzige, was ihm Halt gibt, ist sein bester Freund Felix – und die leise Hoffnung, dass das Leben irgendwann doch noch mehr bereithält als Angst und Einsamkeit. Dann begegnet Kay jemanden. Zum ersten Mal schläft er in einem warmen Bett. Zum ersten Mal bekommt er neue Kleidung, regelmäßige Mahlzeiten und das Gefühl, endlich willkommen zu sein. Zum ersten Mal nennt ihn jemand Familie. Für Kay scheint ein Wunder wahr geworden zu sein. Doch nicht jedes Zuhause ist ein sicherer Ort. Und nicht jeder Mensch, der dich rettet, tut es aus Liebe. Während sich die Grenzen zwischen Fürsorge und Kontrolle immer weiter verschieben, verliert Kay nach und nach das Wichtigste, was er besitzt: das Vertrauen in sich selbst. Aus Scham schweigt er. Aus Angst stößt er die Menschen von sich, die ihn wirklich lieben. Bis ihm eines Tages selbst die Kraft ausgeht, weiterzugehen. Doch manchmal genügt ein einziger Mensch, der deine Hand nicht loslässt. Eine tief bewegende Geschichte über Freundschaft, Vertrauen und den Mut, Hilfe anzunehmen. Über Menschen, die zerbrechen. Und über Menschen, die bleiben. Denn manchmal ist der schwerste Schritt nicht, jemanden zu finden, der dich rettet. Sondern zu glauben, dass du es wert bist, gerettet zu werden.

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