„Die Farbe zwischen Schwarz und Weiß“
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Die Farbe zwischen Schwarz und Weiß
Du warst die Nacht, ich war das Licht,
doch eins von beiden reichte nicht.
Erst als dein Schatten meinen traf,
verstand ich, warum Hoffnung schläft.
Du hast dem Dunkel Namen gegeben,
ich dem Schweigen Melodien.
Und irgendwo zwischen uns beiden
begann mein Herz zum ersten Mal zu blüh’n.
Alle suchen Schwarz.
Alle suchen Weiß.
Doch keiner sieht…
…was dazwischen leise bleibt.
Es gibt eine Farbe zwischen Schwarz und Weiß.
Niemand kann sie malen,
doch ich kenn sie längst.
Sie klingt wie deine Stimme,
wenn der Abend schweigt.
Sie fühlt sich an wie Zuhause,
obwohl du nicht mehr bei mir bist.
Und wenn der Himmel irgendwann
seine Türen für mich öffnet,
hoff ich…
…du wartest dort
in dieser Farbe
zwischen Schwarz und Weiß.
Manchmal fällt ein Sonnenstrahl
genau dorthin,
wo wir früher saßen.
Dann schließ ich kurz die Augen
und hör dein leises Lachen
zwischen all den leeren Straßen.
Sie sagen,
Zeit nimmt jeden Schmerz.
Vielleicht.
Doch Zeit hat nie geschafft,
deinen Platz in meinem Herzen
auch nur einen Zentimeter
kleiner werden zu lassen.
Vielleicht ist Liebe
gar kein Ende.
Vielleicht…
…nur eine andere Richtung.
Es gibt eine Farbe zwischen Schwarz und Weiß.
Niemand kann sie sehen,
doch ich trag sie tief in mir.
Sie riecht nach altem Holz,
nach Staub,
nach Gitarrensaiten.
Nach jedem kleinen Augenblick,
den ich niemals mehr verlier.
Und wenn der Himmel irgendwann
Meinen Namen leise ruft,
dann folg ich
dieser Farbe
zwischen Schwarz und Weiß.
Vielleicht sitzt du
auf irgendeiner Wolke,
spielst deinem Dad gerade
sein Lieblingslied vor.
Vielleicht lachst du wieder
dieses kleine Lachen,
das immer klang,
als wäre alles irgendwann okay.
Dann heb bitte kurz den Blick.
Nur für einen Moment.
Ich bin noch unterwegs.
Aber ich komme.
Irgendwann.
Versprochen.
Bis dahin
spiel ich jede Nacht
gegen die Stille an.
Für dich.
Für mich.
Für den Jungen,
der durch dich gelernt hat,
dass Liebe
keine Farbe kennt.
Und wenn mein letztes Lied
eines Tages verklingt,
dann such mich dort,
wo unsere Melodien
niemals aufgehört haben.
In der Farbe…
…zwischen Schwarz
und Weiß
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